was ist arbeit

fragt randolph (man schlage nach in meinen aufzeichnungen), der junge, der wasser in den maulwurfshügel giesst, um zu sehen, was passiert.  randolph ist vier jahre alt, eher fünf, vielleicht sechs, und mutter drängt ihn, aus der badewanne zu steigen, denn vater kommt, sagt sie im unfreiwilligen ton, vater kommt bald von der arbeit nachhause. arbeit, wiederholt die mutter, sie trocknet abwesend seine haut. wenn du dein zimmer aufräumen musst, obwohl du keine lust hast dazu. ich will mein zimmer nicht aufräumen, sagt randoph, es muss alles so bleiben, weil ich morgen weitermachen will, sonst geht alles kaputt, was ich gemacht habe. aber, sagt die mutter, wenn wir alles stehen und liegen lassen, finden wir uns nicht mehr zurecht. doch, sagt ramdoph, ich finde alles wieder, ich weiss, was ich gemacht habe und es ist schrecklich,  wenn alles weg ist und nicht mehr dort, wo ich es hingetan habe. du zwingst mich, und das ist blöd. wir müssen oft tun, was wir nicht wollen, was blöd ist, randolph, damit wir … nun, damit wir leben können, geld haben, einkaufen, marmelade und wurst, deine spielsachen und die nudeln, die du so gerne magst. dann will ich nicht leben, sagt randoph, dann werde ich nichts mehr essen. es ist zeit, randoph, komm aus der wanne, vater ist gleich da und er ist ganz müde und will schlafen gehen und wird morgen mit dir spielen, morgen, wenn sonntag ist, sonntag. was ist sonntag.

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