marilu schrieb über ein stückchen … einen kleinen teil ihres ich, wiewohl sie Ich weder sagen noch schreiben konnte.

so etwas nennt man wahr sein.

als ich sie in diesem zustand erlebte, dachte ich an meine vielen felder, die bauernfelder, in die ich mir wünschte, meine texte vergraben zu haben, was nicht so gewesen ist. es war immer meine tagträumerei, das wichtigste, das mich durch tag und nacht kommen lässst, derart zu bewahren, dass zufälliges finden mich findet, ganz gleich von wem und in welcher zeit, selbst dann, wenn ich nicht mehr wäre. es hat mich getröstet, das zufällige auffinden meiner notationen durch irgendwen zu irgendeiner zeit. 

ja, das ist annähernd vergleichbar zu marilus ichstückchen, aber nur entfernt, weil ich meinen wunsch noch als mir zugehörig empfinde, marilu hat nichts als zu sich gehörend empfinden … nicht können, sondern: nicht wollen.

wollen.

die schizophrenie ist der fremde wille, sich selbst nicht spüren zu dürfen, statt/dessen jedweder anordnung folge leisten,  der sich zu unterwerfen ist.

marilu ist tot. mein unterwerfen ist literarisch verbrämt und taugt nicht, marilu das normale zu erzählen, so dass sie aufersteht und meine zuneigung erkennt. erkennt und nicht fühlt.

ich könnte, um mich anzunähern, zu meinen imaginierten feldern gehen und graben, hier und dort und sonstwo und nichts zutage fördern und mich verausgaben bis zur erschöpfung und heimgehen und schlafen ohne evozierte träumerei. ja, ich gehe hinaus, spät abends, den alkohol dabei und trinke, betrunken über dieses oder jenes bauernfeld, ich grabe nicht, ich schaue hoch ins sogen. universum … die sterne schrecken mich, sie ängstigen mich, ich habe angst vor dieser verlorenheit. ich bin nicht marilu.

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