marilu im spiegel in ihrem alten zuhause

es kann sein, dass ich falsch erinnere. ich bilde mir ein, es so gesehen zu haben, die vorhänge in ihrem zimmer in ihrem verhassten zuhause nicht zugezogen. im spiegel sehe ich, wie sie sich ihre kleidung wegnimmt, derart, als nähme man vom essenstisch, nach einer mahlzeit, die üblichen gegenstände vom tisch, um sie wegzuordnen. ohne kleidung ist sie gespiegelt, sie streift sich die weggenommenen stücke wieder an, vielleicht wahllos, und diese prozedur wiederholt sie, als wären es variationen des sich ankleidens und immer gegen jede folgerichtigkeit, wie man sich kleidet. diese szene dauert vielleicht eine halbe stunde, eher länger, und draussen, im dunklen, verfolge ich jede ihrer regungen, ihre scheinbar wahllosen ankleidungen, und je mehr ich beobachte, habe ich das bedürfnis, sie umarmend zu schützen, sie zu bergen in einem … vor einem unbill, den ich nicht begreife.

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