kleine vögel zur unzeit

hätten sich verbergen sollen und dem lichtschein des alten winters nicht trauen, der glauben macht, das jahr begänne mit wärme zur unzeit, viel früher als gewohnt. dann die kälte, auch schnee und anderntags das eis, umschlingend jedes geäst und gesträusch, für brutzeit bereitet. die kleinen sterben im kalt des frühsommers, der jäger erntet die kleinen leichen und bestattet sie sorgsam fern der ausgewiesenen jagdgebiete. im mondschein erkennt man das vergrabene erdreich, wenn man die wege verlässt, ins dickicht geht, ohne plan und absicht. im schweren regen geht es mühsam hinauf. ein gedicht, absatzlos.

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