in einem november in einem älteren jahr

ohne ich. was, wie immer heisst, mich nicht zu benennen. auch seinerzeit eine schreibübung für schüler, fünfzehn, sechzehn jahre, fern jeder schulischen anstrengung und also fast frei. selma schreibt, der november ist der grausamste monat. april is the cruelest month. selma kennt t.s. elliot nicht. ihr waste land ist syrien. sie schreibt über ihre vorstellungen, was ihre eltern im ungemach erleben. mäxchen, der wie ein kleiner kerl erscheint, schreibt über eine seiner omas, die manchmal dringend beordert wurden, um ihn zu hüten, sie wäre erst spät gekommen, beim dunkeln, regennass und verfroren, sich tee machend und rauchen, den fernseher anschalten, ihn sich zunehmen und filme kommentieren. ariadne füllt das a-vier blatt mit den buchstaben des november und strichelt verformungen aus jedem buchstaben heraus, ohne dass gegenständliches erkennbar wäre. die schüler sind ruhig. der frühling draussen zeigt sich nicht. jemand geht zur tafel und zerstäubt die kreide in schneller bewegung. die meisten machen nichts. sind aber ruhig. die schulglocke läutet, man bleibt zusammen. erst, als ein vogel sich im flug an der scheibe sich ein wenig ums bewusstsein schlägt, dann sich erholt, stehen sie nacheinander auf und verlassen die schulklasse.

nachsatz. ariadne erinnert an marilu, die unleserlichen notationen, das zerfliessen, sich in unerkennbarkeit verformen.man schlage nach in den aufzeichnungen.

 

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