in einem jahr mit 13 monden

wird meine handhaut zur fischhaut. unstraff und kräuselig wie bei einem jungen grottenolm, einem jungen grottenolm, der, auf den filetiertisch gelegt, alt schaut, wie am ende, und jung an tagen, aber bald tot, wenn sezierende studierende ihr objekt benötigen, um feststellungen treffen zu können, um welt und zusammenhang und, manche, zusammensein zu definieren, durch experiment zu erleben suchen. schreibschüler, auch in gehobenen anstalten, sehen sich des öfteren mit dieserart massgabe konfrontiert und einige herausgefordert. fast alle verstehen nichts und schreiben des schreibens wegen. ich erinnere mich so gerne an meine kleinen deutschschüler, egal, ob sogen. minderbemittelt oder aus bildungsstarken haushalten. wenn ich sog. verschränkte aufgaben stellte, waren alle gleichermaßen irritiert, und fast simultan inspiriert, auch, weil ich keine ergebnisse forderte. ihr müsst nichts schreiben, oder, sagte ich, ihr müsst nichts tun … was heisst das überhaupt: sagte ich, etwas tun. ich erinnere mich an selma, die klagte, dass sie manchmal und vielleicht zu oft geschimpft bekäme, nichts getan zu haben oder nichts zu tun, um. wegen. weil. damit. für. nun, mein trick ist, aufzufordern, nichts tun, nichts schreiben zu müssen, aber wenn die lust kommt oder auch ein schaler, kleiner impuls, die lustlosigkeit mit worten … einzufangen, einzugrenzen, nun, dann könnte man, sagte ich, dem nachgeben und worten, wörtern, die sich darob einstellen, gestalt geben, aber immer mit obacht, ob diese wörter das treffen, was ihr bei jeder buchstabenfügung spürt. wenn ihr spürt, dass das schreiben euer gefühl zerstört, hört auf, oder schreit, in den klassenraum hinein.

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