in einem dorf mit 13 monden

ja, gehen Sie rechts den weg am bach hinunter, Sie kommen an drei teichen vorbei, sie sind trübe, weil der bach kaum mehr wasser bekommt, und es ist abzusehen, dass die teiche umschlagen, bevor sie vertrocknen. aber soweit ist es noch nicht. Sie sehen das grünliche schlingern der gewächse, die sich vermehren. wenn Sie es wahrnehmen, sind Sie vielleicht traurig, aber das nützt nichts. es ist eben so. dann kommt die weggabelung, wenn Sie nach rechts gehen, kommen Sie an einem kleinen wäldchen vorbei, ein privatbesitz, wo bäume durch sturm oder verfall gestürzt sind und umeinanderliegen. jetzt sind es nur noch wenige schritte zu dem ort, wo der fuchs verendet ist, er war vielerlei wochen durch nahrung, die zum wegwerfen zu schade war, genährt worden in den kalten winterzeiten oberhalb des dorfes. wildschweine hatten seinen kadaver aufgenommen seine höhle, unweit, war nicht mehr betreten worden. die stelle, wo er starb, ist mit einigen starken ästen gekennzeichnet, so, dass es nicht zufällig aussieht, sondern hingelegt, arrangiert. wenn Sie es sich erlauben, können Sie innehalten. nur so. ohne sentiment. er war das freie getier, so wie die gewächse in den sauerstoffarmen teichen sich frei machen von der versorgung. falls Sie länger verweilen, richten Sie bitte ihren blick zu der verlassenen höhle, die von keinem getier mehr in anspruch genommen wurde. die höhle ist verwaist, und ein blick dorthin erlaubt wirkliches traurigsein, das man sich gönnen sollte, um weiter lebendiges auf seinem spazieren zu verinnerlichen. hoch hinauf, aus der taltiefe ins lichte geschehen, immer näher zum dorf, den spaziergang geniessend, regen, wind, sonne, wärme, frösteln und gehen der beine. ankommen im zuhause, die beschreibung  des wanderwegs der örtlichen fremdenverkehrsanstalt erlebt zu haben und einen der folgenden urlaubszeiten folgerichtig getan zu haben. das ist okay. der grabbesuch wird vergessen, die landschaft des mittelgebirges ergibt vielleicht eine eintragung in einem tagebuch.

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