in der todeszelle_zwei

kehren wir zurück zu marilu. wenn wir das zum verbrennen geschriebene papiers, das niemanden erreichen wird, vulgo letzte worte, diesen verlauf des aufzeichnens im wissen, dass es mit feuer vernichtet werden wird, wenn dies als ein musikalischer akkord, also alles in einem einzigen klang, darzustellen, fühlend darzustellen sein muss, dann, so glaube ich heute, war dies marilus konzept, wiewohl meine ferne geliebte mit konzepten nichts zu tun hatte. ich glaube, dass sie einen einzigen federstrich ihres grossvaters, sitzend unter dem Pult, so empfunden hat. mit einem einzigen strich unter einer vielzahl von prozessen die extreme zusammenfassung zu … zeichnen, im sinn von bewirken, was nun im geschäftsleben durchaus möglich ist. marilus akkorde sind der prozess des verbrennens des gesagthabenwollen. vielleicht ein schiefes bild, das ich hier bemühe. manchmal, wenn ich betrunken bin, schlage ich die akkorde an, es spielt keine rolle, ob laut, leise etc., oder arpeggiert etc. sie, die akkorde, klingen wie nichts was vergleichbar wäre, sind ohne affront, massgabe, duktus, gehorchen keiner verleitung zu auflösung, klingen nicht modern, gesucht, lehnen sich nicht an, wollen nicht verbindungen eingehen, suchen nicht die einzigartigkeit, sondern sind fern von allem erwartbaren, sind ohne nachhall auf gewesensein, getanhaben, klingen als vernichtung vor dem nichtdasein. akkorde, als wäre nie etwas gewesen. als ob marilu in einer todeszelle verweilt hat, immer.

alexansdr skrjabin erinnert 

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