im jahr twentyfive 2525_2

wir alle hören stimmen von überall her, wir sind mit allen und allem verbunden. wir hirne, unfähig zu selektieren, wir hören alles was alle weltweit denken, sprechen, fühlen. wir synapsenmasse. schizophrenie ist nicht möglich, jede stimme wird als regelrecht gewertet. die luft ist knapp. wir atmen stossweise, das überleben spielt keine rolle mehr. das leben sind physikalisch chemische impulse, wir gleichen uns an an den urgrund, gott genannt, der nichts anderes ist als ein chemischphysikalisches potenzial, das keine zeit kennt, keine zeit je hatte, immerdar, aus sich heraus, ohne bedingung, ohne zeugung, ohne anfang. wir sind noch nicht angekommen, wir vernetzten hirne, es dauert noch ein wenig in unseren zeitmassen, bis wir uns vollkommen angenähert haben werden an den urgrund. marilu, in ihren kompositionen, hat es vorausgeschrieben in ihren noten, notationen auf geronnenem papier, blutig, eingetrocknet. mit viel mühe werde ich die noten übertragen, zum gehör, ich bin gespannt, wie die weltweit vernetzten gehirne diese frühe ahnung der geschicke verarbeiten werden, komfrontiert mit der existenzvorausage vor so vielen jahren und jetzt eingespannt in das weltweite netz aller hirne in der ganzen welt. nun ja, dies klingt recht schizophren, es ist nur literatur, ihr lieben, und wir wiegen uns sanft im gefühl, dass wir alles haben, um glücklich sein zu fordern.

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