ich bin ein schreiber

betrunken rede ich in das zimmer hinein, bin ich ein scheeiber? ja ixhbin ein schriftsteller. ich belasse die fehler. sie gehören dahin, jeder kann es lesen, verstehen. malcom lowry, sagte die psychologin, hat nicht mit sondern trotz des alkohols … geschrieben. das ist nicht richtig, sage ich, lautlos im kopf in mich hinein. für mich als schreiber ist alkohol der spalt, hindurch ich ausrichten, dingfest machen kann, was in zwölf stunden und zwanzig minuten des tags nicht möglich ist. was ich durch diesen spalt hindurch absondere, ist für mich nahezu wahr, sagen wir, zu 78 Prozent, und das ist eine menge an wahrheit, wiewohl wahrheit ein ganz spärliches handelsgut ist. was ist wahrheit? 78 prozent bei mir sein machen mich glücklich, aber nicht als glücksgefühl der ultrakurzen kategorie, sondern als woge, sie hält an für einige minuten, während buchstaben sich fügen und sätze, die ich, wach und morgens und tagsüber nüchtern als vollkommen richtig und fast rein empfinde. ich korrigiere kaum, so gut wie nie, und ich freue mich und ich bin stolz, so geschrieben zu haben. ich bin ein guter schreiber und eigentlich verdiene ich lob und anerkennung und all das zeug, was weitertreiben müsste. ich treibe es weiter, mein schreiben, fast brauche ich nichts, es ist ein kleiner grad, es aufzugeben oder nicht. zwischen für immer aufhören und nicht.

Schreibe einen Kommentar