der vogelzug im winter gen norden

findet statt, geschieht. der waldweg ist halbgefrostet. das schreien des kindes im nachbarhaus ist leiser, es hat sich gestossen oder ist geschlagen worden. die vogelrufe übertönen die vermutungen. jäger sammeln sich, weil jagdzeit erlaubt ist, später stellen sie das schiessen ein und warten auf den herbst. wie geht es weiter? das gedicht fordert weitere buchstaben. aber sie stellen sich nicht ein. die buchstaben des weitertrösten, falsch beschreiben während des waldwegs hinunter zur kleinen brücke mit sicht auf das rinnsal, das auf regen: trost: wartet, um seine ufer zu benetzen, aber es ist winterzeit, mond und klare sterne versagen das wasser, jetzt friert es, eisig. im nachbarhaus weint deutlicher ein kind mit hohem stimmchen, klagelaut und fein, wie hohe violinen con sordino, mit dämpfer, laut anweisung des komponisten. die hornbläsermusik der jäger wecken mich auf. es ist früher morgen, es ist spät, ich kann nicht atmen.

an mario wirtz, meinen toten freund, falls er es hört.

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