das schreiben eines romans in stückchen kann notwehr sein oder es geschehen lassen

damals, seinerzeit … in der akademie. schreibschüler, studenten, literaturfresser, angehende zufriedenwerdende, einige mit erfolg. verlegen noch heute, das ist okay … o.k., was bedeutet, ohne kommentar. ich schreibe kommentare zu dem, was ich als nichtschreiben absondere, noch bevor es ins bewusstsein meiner schreibfinger aufsteigen kann. so gesagt, ich arbeite auch nicht mit dem sogen. automatischen schreibsetting, wie ihn breton etc. und wohl einige vor ihm in anspruch genommen haben und seinerzeit zu rechten zeit.  ich bin nicht in der rechten zeit, was gängig ist, treibt mich nicht. meine arbeit ist, das automatische kommen der wörter, buchstaben, der rhytmen … zu filtern, was heisst, auch nicht frei zu schreiben. ich nehme das automatisch sich gerierende schreiben und zersetze es, sehr schnell, und nehme teile daraus und transportiere sie in ein bewusstes textgefüge. seltsam, wie diese texte fast immer die gleiche zeit benötigen, auch ihre länge, diese stückchen, und wenn ich sie lese, empfinde ich notwehr und gehenlassen und auch gegenwehr und auch ihr recht, da zu sein, egal, was immer auch als konsumierbar bewertet wird. meine zufriedenheit daraus dauert nicht lange. ich setze mich des späten abends hin, und verfertige ein neues kleines stück, hoffend, dass es sich fügt.

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