am meer, ein zuhause suchend

am meer, das zuhause suchen. der andere satz. korrigieren, um etwas näher zu kommen. an sylvester steigen keine raketen über dem dunklen meer, und trakl sagt, schwester dunkler schwermut, ein ängstlicher kahn versinkt unter sternen, dem schweigenden antlitz der nacht.

also zitiere ich allein, womöglich verlassen von egal von was … meinen trakl, ich gehe zum bierloklal an der meerabgewandten seite, wo nur sand ist, kaum wind, einige trunkene leute herumstochern auf ihrem weg nachhaus, brabbeln, erzählen sich was, was in einigen stunden vollkommen vergessen ist. die zigarette wärmt nicht, warum auch, es ist nicht kalt und entgegen jeder winterzeit recht warm. ich gehe in das hotelzuhause und schreibe auf, was hier zu lesen ist. es ist die zweite annäherung. dann, einschlafend, erinnere ich mich des späten vogelflugs, es müssen die jungen kraniche sein, hatte meine frau damals gesagt, es sind die, die noch nicht haben fliegen können,  als alle andere in den süden gezogen sind. jetzt, sagte sie, ende dezember, sind sie stark genug.  während ich einzuschlafen suche in diesem hotel, hole ich mir das bild der jungvögel hervor, stunden bevor ich zum strand gegangen war, und ich sie ohne wissen und gefühl habe sie weiterziehen gesehen. und als ich einschlafe, fühle ich mich traurig, das weggehen meiner geliebten vögel nicht trauernd begleitet zu haben. dann kommt der schlaf, und ich spüre noch, wie ich mich zurechtlege.

für meine marilu, die jetzt tot ist.

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